Montag, 30. Dezember 2013
Weihnachten



Der Baum war vorbereitet, der Kartoffelsalat gemacht, die Schnitzel paniert, und dann kam er......!
Der Sturm......... . Der Wohnwagen wurde zum Spielball des Windes. Wir schaukelten vor uns hin, wie eine Mischung aus“Wilde Maus“ und ICE Stuttgart-Dresden. Nach einer Stunde schaukeln, fiel dann der Strom aus und wir beschlossen den Nachmittag im Einkaufscenter zu verbringen. Dieses hat hier in Portugal an Weihnachten bis 19 Uhr geöffnet. Unser Glück. Zurück am Wohnwagen war der Strom wieder da, aber der Sturm hörte nicht auf. Wir setzten uns wieder in unseren“ ICE“ und genossen trotz allem unser Weihnachtsessen. Starker Regen setzte ein und der ICE verwandelte sich in eine Spülmaschine. Die Dachluke war undicht und wir haben das Regenwasser in Schüsseln gesammelt. Wunderlicherweise funktionierte unsere Satelittenschüssel und so hatten wir einen gemütlichen Fernsehabend. Am ersten Feiertag hielt der Sturm an, aber zum Glück ist nichts schlimmeres passiert.



Mittwoch, 11. Dezember 2013
und so jeden Tag



In Portugal
Nun sind wir also in Portugal angekommen, alles sieht ein wenig aus wie im Reiseprospekt. Eine nette Bucht mit glasklarem Wasser, Wellen und blauer Himmel. Palmen in der Einfahrt zum Haus und viele Pflanzen, die wir in Deutschland als Zimmerpflanzen kennen wachsen hier im Garten. Ja der Garten, wunderschön mit vielen Mauern als Terrassen zum Meer hin, kleine Nischen, ein alter Waschplatz und viele Ecken, die wir noch entdecken müssen. Alles total idyllisch, wenn nur nicht die Natur wäre. Durch dieses tolle Klima hier wächst alles schnell und üppig. Am besten wachsen alle Pflanzen mit Dornen ohne Rücksicht auf Wege,alte Waschplätze und Nischen. Palmen werden von Dornen überwuchert und die Zitronen im Garten meinen sie wären Dornröschen. Die Abende verbringen wir mit Dornen aus den Händen ziehen und Kratzer an den Beinen pflegen.
An unser neues Zuhause,den Wohnwagen,müssen wir uns noch gewöhnen.
Dafür werden wir mit viel Kultur drumherum belohnt. Burgen,Schlösser,Kloster und Gärten gibt es hier genug. Und auch was wir in Schweden sehr vermisst haben,die Märkte,gibt es hier regelmäßig in verschiedenen Dörfern. Langeweile wird sicher nicht aufkommen. Leider können wir noch nicht regelmäßig berichten,da wir noch keinen eigenen Internetzugang haben. Wir können nur hin und wieder Hotspots(Flughafen) benutzen.



Sonntag, 20. Oktober 2013
Ein halbes Jahr Schweden.
Wir sind jetzt ein halbes Jahr in Schweden und haben Dinge gefunden die wir vermissen, und viele Dinge die uns gefallen. Zuerst das Beste, wir vermissen Deutschland kein bisschen, nur die Menschen die wir dort kennen. Wir vermissen Leberle mit Bratkartoffeln, Bretzeln und gutes Brot. Wir vermissen eine Kneipe um mal kurz ein Bier zu trinken und was Kleines zu essen und einen wirklichen Markt.
Uns gefällt die schwedisch Lebensweise, die Gemütlichkeit der Menschen, deren Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Uns gefallen die hübschen Smallandhäuschen und die viele schöne Gegend. Uns gefällt, dass es hier keine Staus auf den Straßen gibt und das Autofahren total entspannt ist. Wir haben keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Die Arbeit war anstrengend, aber wir sind zufrieden mit dem was wir geschafft haben. Wir freuen uns auf das neue Jahr wenn wir wiederkommen und auf die Menschen hier
So verabschieden wir uns für eine vielleicht längere Zeit, denn wir wissen noch nicht wann wir in Portugal wieder einen Internetanschluß haben.



Schwedische Märkte



Eigentlich gehen wir sehr gerne auf Märkte, Töpfermärkte, Kunsthandwerkermärkte oder einfach nur der Wochenmarkt. Es macht Spaß die Menschen zu beobachten, neue Ideen zu sammeln und sich an den Dingen erfreuen, die dort angeboten werden. Doch leider mussten wir feststellen, dass in Schweden alles anders ist. Einen typischen Wochenmarkt gibt es nur in wirklich großen Städten. Hier in der nächsten Umgebung (150km) leider nicht. Kunsthandwerk gibt’s wohl, aber leider nie auf Märkten. Markttag in Schweden ist mit einem deutschen Krämermarkt zu vergleichen. Wenige Stände bieten regionale Produkte an, das heißt ein Blumenstand mit gehandelter Ware aus Holland auf Containern, ein Gemüsestand mit wenig Auswahl, ein Brotstand mit Broten in Plastiktüten, ein Erzeuger von Wurst und eventuell einen Käsestand. Sonst gibt’s Plastikspielzeug, Klamotten aus Bangladesch, Kruschd, Eßstände mit Wurst in süßen Brötchen. Wenig spannend anzuschauen. Der Vorteil, man sieht viele Menschen, denn die Schweden mögen solche Märkte.
Es gibt viele Flohmärkte, hier Loppis genannt. Die sind meist sehr nett, denn es sind wirkliche Flohmärkte wo Oma alten Hausrat und die Kinder ihre alten Spielsachen verkaufen. Auch viele alte Möbel findet man und die sind sogar günstig zu haben. Oft gibt es dann sogenannte Auktionen auf der Wiese auf der die Dinge versteigert werden, die an den Ständen nicht verkauft wurden. Recht lustig.
Mit wenig Erwartungen gingen wir dann dieses Wochenende auf den ersten Julmässa, Weihnachtsmarkt in der Gegend und siehe da, ein richtig toller Markt mit viel Handwerkskunst, (Holzspielzeug, Textilien und Stoffe, Töpferware) schwedische Spezialitäten, eine Autorin mit ihren Kinderbüchern und wie auf jedem Markt, ein Losverkauf mit Lotterie. Der Markt findet in einem alten Metallbetrieb statt, der heute Museum ist. Alles wunderbar dekoriert und man fühlt sich wie kurz vor Weihnachten. Auch die schwedische Lebensweise fällt hier wieder besonders auf. Trotz vieler Menschen kein Gedränge an den Ständen, kein Geschuppse und wenn’s mal länger dauert kein Gemecker. Man ist einfach entspannt und genießt.
So haben wir dann nach einem halben Jahr doch endlich einen Markt gefunden der uns wirklich gefällt.