Kräftskivan
bolmenparadies am 23. August 15
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Das beliebteste Fest der Schweden ist das Krebsessen. Eigentlich in der Familie oder mit Freunden. Man sitzt zusammen um Spaß zu haben und den haben die Schweden. Für uns scheint es auf den ersten Blick etwas fremd, aber wenn man dabei ist kommt echte Freude auf. Lampions werden aufgehängt und alles mit Krebsmotiven geschmückt .
Meist gibt es zuerst eine Suppe um den ersten Hunger zu stillen. Dann kommen die Krebse auf den Tisch. Es sind gekochte Flusskrebse die auf großen Platten dekoriert werden. Dazu gibt es zwei verschiedene Käsesorten und natürlich Bier und Wein. Jeder setzt sich einen Hut auf und bekommt einen Latz mit Krebsmotiven und dann geht es los. Die Krebse werden gepult und zu den Scheren gibt es einen Schnaps, meist Wodka. Zu den nächsten Scheren wieder Wodka und die Stimmung steigt schnell. Immer wieder werden schwedische Lieder gesungen und dann weitergegessen. Krebs, Käse Wodka........
Um das ganze zu steigern, gibt es in den meisten größeren Städten gemeinsames Krebsessen. In Festzelten wird gemeinsam gefeiert und eine Band spielt bekannte Lieder. Es wird kräftig mitgesungen.
In Malmö findet das größte Krebsessen statt. Eine bekannte Band spielt und vor der Bühne werden große Stehtische aufgebaut, die man mieten kann. Das Essen bringt jeder selbst mit. Da kommen mehrere tausend Menschen zusammen. Das ganze dauert ca. vier Stunden und dementsprechend ist die Stimmung. Auch die Menschen die keine Krebse mögen haben was davon, denn die Luft ist mit Krebsgeruch erfüllt. Schön ist, dass man trotz der vielen Betrunkenen nur lachende Menschen sieht und fast keiner negativ auffällt.
bolmenparadies am 23. August 15
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Wie es uns geht
bolmenparadies am 21. Juli 15
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Heute erzählen wir mal wie es uns so geht. Inzwischen sind wir den dritten Sommer in Schweden.
Haben uns ganz gut eingelebt und manchmal fühlen wir uns hier richtig zu Hause. Mit den Nachbarn haben wir guten Kontakt,aber leider sind bis jetzt noch keine, Echten` Freundschaften entstanden. Dies liegt wohl daran das wir hier kein öffentliches Leben haben. Man trifft sich hin und wieder zum Kaffee, Grillen oder man kommt einfach auf einen Schwatz vorbei. Einfach mal ins Kino gehen oder sich in der Kneipe auf ein Bier zu treffen ist hier, weit weg von der Stadt, nicht üblich.“ Man ißt/ist zu Hause,, das ist eine schwedische Lebensart. Manchmal vermissen wir das schon, vor allem an einem trüben Regentag. Auch gehen wir ganz gerne wandern, nur unsere Umgebung kennen wir schon mit den hübschen roten Schwedenhäusern, den Wäldern und den vielen Seen. Diese Postkartenidyll nutzt ab wenn man darin lebt. Die nächsten Berge sind weit entfernt. Unsere Gegend besteht fast nur aus dieser Landschaft. Um eine andere Landschaft zu sehen fährt man ca. 150km, was in Schweden mindestens zwei Stunden dauert. Dann ist man z.B. in den Schären am Meer.
Nach wie vor lebt es sich gut hier in Schweden . Die Menschen sind durchweg freundlicher, aufmerksamer und rücksichtsvoller als in Deutschland. Im Supermarkt geht es entspannter zu und im Straßenverkehr gibt es kein drängeln und hupen.
Brot backen wir selbst, da uns das schwedische Brot zu wenig Abwechslung bietet. Gekocht wird bei uns weiterhin schwäbisch/sächsisch. Aber es gibt auch Köttbullar und Kanelbulle. Es gibt hier alles zu kaufen, nur leider keinen Nudelteig und Bratwurstbrät. Also gibt es auch keine Maultaschen.
„ Unser Garten“ macht uns nach wie vor Spass und er entwickelt sich weiter. Ein kleiner Nachteil ist die große Fläche und das Mähen nimmt viel Zeit in Anspruch. Die Staudenbeete werden größer und bunter.
Ob wir hier das ganze Jahr leben wollten wissen wir nicht............es gibt ja auch noch Portugal.... .
bolmenparadies am 21. Juli 15
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Der Federfisch
bolmenparadies am 20. Juni 15
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Ole der älteste Hecht im See Bolmen in Småland schwamm gerne in die Bucht von Fiskevik. Hier ist das Wasser besonders klar und auch ein wenig wärmer als im Rest vom See. Einsam ist es hier und viele kleine Fische leben im Schilf der Bucht. Immer wieder besuchte er den alten Hafen und schwamm dicht am Ufer vorbei. Viele kleine Fische hatte er hier schon gefangen.
Am großen Felsen saßen immer Gänse und putzten ihre Federn. Ole stand still im Wasser und schaute ihnen zu. Ach wie gerne hätte er auch solche Federn, die in der Sonne leuchteten. Fisch bleibt Fisch und das wußte er. Aber wünschen darf man ja.
Wie jedes Jahr an Midsommer, genau um Mitternacht, machte sich der kleine Nisse von Sörskog
auf den Weg um sein jährliches Bad im Bolmen zu nehmen. Nisse sind die guten Geister einer jeden Hofstelle in Småland und wer sie gut behandelt, das heißt sie immer schön in ruhe läßt, kann sicher sein, dass der Nisse Haus und Hof vor allem Bösen beschützt. Natürlich kann man sie nie sehen, aber jeder weiß, dass sie da sind. Dieses Jahr war es besonders warm in dieser Nacht und ausgesprochen hell. Der Nisse hatte keine Eile, denn diesen Augenblick, diese eine Nacht mochte er besonders. Besonders den großen Felsen nah beim alten Hafen. Dort setzte er sich gemütlich hin und lies die Füße ins Wasser baumeln. Ole war in dieser Nacht auch wieder in die Bucht geschwommen, vielleicht waren ja seine geliebten Gänse da. Als er aber den Nisse dort sitzen sah wurde er ärgerlich und zwickte ihn in den großen Zeh. Das hätte er besser bleiben lassen sollen, denn wer einen Nisse ärgert, ist vor nichts mehr sicher. In seinem Zorn hob der Nisse die Hand und schwupp hatte Ole Federn dort wo eigentlich die Schwanzflosse war. Ole erschrak fürchterlich und sprang aus dem Wasser. Doch im Spiegelbild des Sees sah er die Federn und vor Freude rief er dem Nisse zu: ”Du Dummkopf, das habe ich mir doch schon immer gewünscht”. Aber man sollte einen Nisse nie Dummkopf schimpfen und wieder hob er die Hand. Es blitzte ganz leicht und Ole landete direkt neben dem Felsen am kleinen Strand. Wo seine Brustflossen waren, waren jetzt zwei Beine. Der Nisse lachte leise .
Seit diesem Tag sieht man ganz selten einen alten Federfisch am Bolmen in der Bucht von Fiskevik am Strand stehen mit langen Beinen und einem wunderschönen Federschwanz.
bolmenparadies am 20. Juni 15
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